Die ersten Tage in Mexiko 05.-21.12.2017

Den Grenzübertritt nach Mexiko hatten wir problemlos geschafft. In das Auto wurde von einer Zöllnerin nur kurz ein Blick (und der mehr aus Neugierde) geworfen und schon standen wir auf mexikanischem Boden. Wir erledigten noch die Einreiseformalitäten (500.- Pesos pro Person) für die Touristenkarte, die den Aufenthalt von 6 Monat ermöglicht. Um unseren Visaeintrag von der USA im Pass loszuwerden mussten wir wieder zurück zur amerikanischen Einwanderungsbehörde, die nach langem reden dann den weißen Zettel doch entfernten: Wir sind nun nicht mehr in den USA registriert.

Nun sollten wir eigentlich nur noch die Aduana (Fahrzeugeinfuhr) erledigen, was dann zur Herausforderung wurde, da wir die Anmeldestelle nicht fanden. Nach einer längeren Stadtrundfahrt und einigem Nachfragen, kamen wir wieder zum Grenzübergang zurück. Aber zu einem anderen! Wir wussten, es gibt 2 Grenzen, dass die Anmeldung aber nur bei einem erledigt werden kann, wurde uns erst klar, als wir mit „Polizeigeleit“ dorthin gebracht wurden. Unser Umherirren dürfte schon aufgefallen sein.

Beim richtigen Schalter angekommen erklärte uns das freundliche mexikanische Fräulein was wir zum Ausfüllen hätten, was dann schnell erledigt war. Wir bezahlten 59 USD plus 400 USD – Kaution für unser Auto (wird bei der Ausreise wieder zurückerstattet). Nun darf die “Speed Turtle“ 6 Monate in Mexiko bleiben. Die Versicherung für Mexiko hatten wir Online schon ein paar Tage vorher abgeschlossen, das ist in Mexiko Pflicht und kostet für ein halbes Jahr 220 USD.

In der Zwischenzeit war es schon stockdunkel, wir fuhren dann doch noch 60 Km aus Mexicali raus, um auf einem Campingplatz zu übernachten. Also taten wir gleich am ersten Tag das, was man eigentlich in Mexiko nicht machen sollte: Fahren bei Nacht!

San Felipe, eine kleine Stadt am Meer, war dann unser erster Stopp für 2 Nächte. Wir richteten uns mit Michaela und Günter auf einem kleinen Campingplatz gemütlich ein und genossen die ersten Stunden auf mexikanischen Boden. Am 2. Tag kamen dann noch Thomas und Stefan mit kanadischen Freunden dazu. Es wurde gekocht und gebacken!

Unsere Route führte uns dann weiter in den Süden, durch die ersten Kakteenlandschaften, die Küste entlang. Dabei lernten wir dann auch die mexikanischen Straßenverhältnisse kennen. Für eine ca. 40 km lange Strecke 3 Stunden!!! Einen Interessanten Stopp machten wir am Coco Corner, den Platz betreut ein sehr alter Herr der beinamputiert im Rollstuhl sitzt.

In Bahia de Los Angeles verweilten wir bei Sonnenschein und pazifischen Wassertemperaturen

3 Tage. Wir sahen die ersten Delfine und allerlei Wasservögel und genossen einen ausgiebigen Strandspaziergang.

Um weitere holprige Pisten zu vermeiden, fuhren wir zurück zur Hauptstraße und kamen an die Westküste nach Villa Jesus Maria wo wir ein traumhaftes Plätzchen am Stand in Beschlag nahmen. Am Abend waren wir dann wieder 4 Autos (wie in San Felipe). Am nächsten Tag unternahmen wir eine ausgiebige Wanderung der Küste entlang zu traumhaften Buchten mit Sandstränden. Unser Ziel war „Sea Lion Arch Cove“ eine Bucht mit Felsbogen und Seelöwen, die dann auch tatsächlich dort waren.

Am Abend wurde dann gemeinsam gekocht: 3kg Schrimps frisch vom Meer, in Knoblauch Sauce mit Reis, einfach lecker.

 

Wir blieben nun an der Westküste. In Guerrero Negro wurde eingekauft und nun wollten wir zur Laguna Ojo de Libre, wo sich im Winter Grauwale aufhalten. Die Fahrt dorthin führt durch ein riesiges Salzabbaugebiet. Wir waren dann aber zu früh, die Wale kommen erst im Jänner!!!!

So ging es weiter nach Bahia Asunzion, ein typisch mexikanisches Dorf, wo die Ortsbewohner am Abend einen Weihnachtsumzug abhielten, und alles was laufen konnte, auf der Straße war.

Am nächsten Tag erklärte uns ein Hundewelpe für seine neue Familie und verbrachte den Abend und die Nacht bei unseren Autos (er hatte sich ein Loch bei Günters reifen gegraben) leider mussten wir den halbverhungerten Welpen schwerem Herzens zurücklassen. In der Nacht hatten wir seit Wochen den ersten Regen. Am Tag lachte wieder die Sonne und die Reise führte uns weiter auf Waschbrettpiste nach Punta Abreojos wo wir in den Sanddünen übernachteten.

 

In San Ignacio besuchten wir die Missionskirche und verkosteten an einem Straßenstand leckere Tortillas.

Bei Santa Rosalia kehrten wir zurück zur Ostküste, wo wir dann auch wieder Agnes, Harold, Heike und Oskar trafen.

Nach zwei Tagen fuhren wir nach Mulege weiter, um Wäsche zu waschen und unsere Homepage wieder mal zu aktualisieren. Damit ihr über Weihnachten was zu lesen habt.

Wir möchten uns bei allen, die unsere Reise auf unseren Blog mitverfolgen und immer wieder tolle Kommentare schreiben bedanken.

 

Felize Navidad und alles Gute und viel Gesundheit für 2018.

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