50 Tage unterwegs in den USA

Wir waren nun doch schon einige Tage in den USA unterwegs und hatten so viele beeindruckende Landschaften erlebt, dass wir uns oft fühlten als hätten wir viele Urlaube hier verbracht. Die National Parks, ihr konntet sie ja aus unseren Berichten ein wenig kennen lernen, reihten sich wie an einer Perlenkette aneinander. Kaum hat man einen verlassen, näherte man sich schon dem Nächsten und jeder ist für sich eine Besonderheit. Man könnte nicht sagen, wo es am Schönsten war.

Besonders beeindruckt haben uns die Wüstengebiete und das Death Valley, das für uns Europäer ja dann doch eher fremd und für mich dann schon etwas Unheimliches hatte. Sand, Steine, Felsen, ausgetrockneter Flüsse und Seen, Hitze bei Tag und gewaltige Sternenhimmel bei Nacht.

Jedenfalls waren diese Tage für uns die abwechslungsreichsten unserer Reise, und wir hatten nun vor, mal eine längere Pause einzulegen. Dass diese dann aber für uns gerade am 26. Oktober, dem Nationalfeiertag kam, erwischte uns dann ziemlich unvorbereitet. Im Kings Canyon National Park verweigerte unsere „Speed Turtle“ die Weiterreise. Die Kupplung hatte den „Geist“ aufgegeben. Wir benötigten 2 Tage um nach Fresno (nächste größere Stadt mit Nissan Werkstatt) zu gelangen, was dann mal satte $900.- kostete und noch lange nicht hieß, dass uns dort geholfen werden könnte. Ein europäisches Auto und noch dazu mit Diesel betrieben, gibt es in den USA nicht. So mussten die Ersatzteile aus England angefordert werden, was für uns eine Pause von 11 Tagen bedeutete.

Wir konnten diese Tage dann aber bei „Daniel“, der einen Teil seines Hauses Reisenden vermietet, recht angenehm verbringen. Daniel stammt aus Simbabwe, lebt seit 20 Jahren in Amerika und hat davon 7 Jahre in München verbracht, wodurch er auch ziemlich gut Deutsch spricht. Er war von der 1. Minute an sehr hilfsbereit, holte uns vom Hotel ab (wo wir eine Nacht verbrachten) und stellte uns sein gesamtes Haus ohne Einschränkung für unbestimmte Zeit zur Verfügung. Sein Ausspruch wenn wir was brauchten: „Alles kein Problem!“. Diesen Spruch werden wir uns zu Herzen nehmen.

Dann ging es Gott sei Dank nach 11 Tagen und reparierter Kupplung wieder weiter. Beim Wegfahren übersahen wir dann eine doppelte Bodenwelle und ein gewaltiger Krach bescherte uns einen weiteren Schaden. Die Bordbatterie war aus der Verankerung gehoben und hat einen Teil der Elektronik kaputt gemacht. Schaden hielt sich in Grenzen und so fuhren wir weiter.

Jetzt würde es doch mal reichen!!!

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