Am Dempster Hwy zu den Eskimos

Dempster Hwy

Der Dempster Hwy ist die große Wildnisstraße der kanadischen Arktis und führt über den Polarkreis hinaus bis zur Nordküste des Kontinents. Man fährt durchwegs auf einer Schotterstraße, einem jahrhunderte altem Handelsweg der Kutchin Indianer. Auf 735 km Länge liegen bis zum Endpunkt Inuvik, nur ein einziges Hotel, ein paar Wildniscampingplätze und zwei winzige Indianersiedlungen mit 2 Tankstellen.

Die Straße führt durch eine mächtige Gebirgslandschaft, gefolgt von Tundra Landschaften die wiederum in kahle Berge mit riesigen Geröllhalden wechseln. Die Landschaft ist vom Peel, Arctic Red und dem Meckanzie River und vielen kleinen Flüssen und Seen geprägt. Mit etwas Glück entdeckt man in diesen Weiten auch mal Elche, Seeadler und Bären. Aber auch die Entdeckung kleinerer Tiere macht diese Strecke zum Erlebnis.

Bei km 445 überschreitet man den Polarkreis, und bei km 513 am Wright Pass ist die Grenze zum Northwest Territories.

Einige km zeigten sich aber auch die Spuren von Waldbränden, und einen Tag war deswegen die Straße auch mal gesperrt. Wir sahen Gott sei Dank nur noch Reste und Ausläufer davon.

Im Land der Mitternachtssonne

200 km nördlich des Polarkreises steht die Sonne vom 25. Mai -18. Juli 24 Stunden lang am Himmel und geht vom 7. Dez. – 5. Jan. nicht auf.

 

„Der Platz der Menschen“ INUVIK in der Eskimosprache

200 km über dem Polarkreis, ist Inuvik die größte und westlichste Siedlung Kanadas mit ca. 3500 EW. Sie liegt im NWT am Mackenzie River/Delta. Hier endet der Dempster Hyw. Die Stadt ist das Verwaltungs- und Versorgungszentrum des Deltas. Sehenswert ist die kreisrunde „Iglo Church“ die tatsächlich wie ein Schneehaus aussieht.

Im Sommer ist Inuvik der Treffpunkt für eine bunt gemischte Schar von Menschen: Touristen, Trapper, Wissenschaftler und Piloten, Dene und Mezis, Inuit und Ex- Southerners.

Mit dem Flugzeug unternahmen wir einen Tagesausflug in das Dorf Tuktoyaktuk

„Tuk“ ist ein Dorf der Karngmalit –Inuit auf einer Sandbank an der Küste der Beaufort Sea (Eismeer). Der Flug führte uns über das Mackenzie Delta, das größte Delta Kanadas mit 80 km Breite und 240 km Länge ein Labyrinth aus Seen, Flussarmen, Sandbänken und Sümpfen. Dieses Dorf ist in den Sommermonaten nur auf dem Luft- oder Wasserweg erreichbar, in den Wintermonaten auf einer Eisstraße auf dem Fluss, was sich ab 2018 ändern wird. Derzeit wird noch an der Fertigstellung einer Straßenverbindung gearbeitet.

In der Nähe des Dorfes gibt es die sogenannten „Pingo“ Hügel die einen Kern aus Eis haben. Sie entstehen durch Erdverschiebungen die der Permafrost mit sich bringt. Sie sind die einzigen Erhebungen soweit man sieht.

Zurück nach Inuvik fuhren wir dann mit einem kleinen Motorboot was ziemlich anstrengend war, da diese 6 Stunden dauerte. Wir machten dabei einen Stopp bei einer Eskimofamilie die noch vom Balugawahlfang lebt.

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